

 | Die Eibe |  |

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 |  Ihr Name war Caer Ibormeith, was Frucht der Eibe bedeutet; Und als Aonghus sie sah, stand sie an einem See, umgeben von dreimal fünfzig Jungfrauen, die durch eine Silberkette verbunden waren.

|  Die Vision von Aonghus
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Die Eibe im Glauben der Kelten Zur Zeit der Kelten wuchsen weit mehr Eiben in Europa als heutzutage, da es damals noch mehr schattige Plätze mit feuchter Erde gab. Alle Pflanzenteile der Eibe sind giftig und ihre Inhaltsstoffe wurden früher in der Heilkunde eingesetzt. Außerdem war ihr Holz ähnlich wie das der Eiche aufgrund seiner Elastizität gut geeignet, um Bögen daraus herzustellen. Eiben wachsen nur sehr langsam, werden dafür aber auch ausgesprochen alt. Da an warmen Tagen giftige Dämpfe aus den Eibenblättern und Früchten aufsteigen, konnte ein enger Kontakt mit der Pflanze wie eine milde Droge wirken. Diese halluzinogenen Dämpfe galten bei den Kelten als eine Möglichkeit, das Hier und Jetzt mit der Anderswelt zu verbinden. In Irland war die Eibe für die Druiden sogar wichtiger als die Eiche. Auch heute noch erinnern viele Ortsnamen wie Ibersheim, Iba und Ibach an die wichtige Stellung der Eibe in früheren Zeiten. Im keltischen Buch von Leinster aus dem 12. Jahrhundert werden diesem Baum 32 verschiedene Titel verliehen, die die Bedeutung der Eibe und vor allem auch ihre christliche Symbolik hervorheben sollen:  Alle Pflanzenteile der Eibe sind giftig |
Oh Eibe, Baum der Borke, Berater der Könige, vorbehalten den Edlen... Edelste der Pflanzen, starke Gottheit, Türe zum Himmel, zuverlässig wie ein gut gebautes Haus, guter Freund, das Ehrenwort eines Mannes, voll von Großzügigkeit, dreifach mächtig... Marias Sohn, fruchtbringendes Wasser, Diadem der Engel, Kraft des Sieges, strenger Richter, Ruhm von Leinster, Lebenskraft und magisches Wissen, Du Baum der Borke. |