

 | Feste im Jahreskreis |  |
 Imbolc war das Fest der Schafhirten
www.amulette-kelten.de
 |  Ich bin die Dunkelheit am Grunde des Brunnenschachts, Ich bin der Ort, an dem die ruhenden Samen keimen des Nachts, Ich bin die Höhle, in der die Schlange der Erdenmutter spross, Alle Dinge warten in meinem dunklen Schoß

|  Keltisches Imbolc-Ritual
|

Imbolc und Beltaine Der keltische Jahreskreis mit seiner Vierteilung und den damit verbundenen landwirtschaftlichen Festtagen ist eng verwoben mit der keltischen Vorstellung der Anderswelt. Heutzutage finden sich Reste des keltischen Jahreskreises, der sich am Lauf der Sonne und den damit verbundenen Jahreszeiten orientierte, nur noch in Irland, doch es ist anzunehmen, dass die entsprechenden Feiertage auch im restlichen Großbritannien und im angrenzenden Frankreich bekannt waren. Der keltische Jahreskreis wird durch vier wichtige Feiern geteilt: Imbolc bzw. Oimlec am 1. Februar, Beltaine bzw. Cetsamuin am 1. Mai, Lugnasad am 1. August und Samuin bzw. Samhain am 31. Oktober und 1. Novermber. Bei der Festsetzung dieser Feiertage spielten weder Sonnenwenden noch Tag-und-Nachtgleichen eine Rolle, sondern sie richteten sich primär nach landwirtschaftlichen Ereignissen. Es war daher auch üblich, an diesen Feiertagen einen Bauernmarkt abzuhalten und sich zu politischen Versammlungen zu treffen.  In späterer Zeit wurde Imbolc zum Fest der Heiligen Bridig |
Imbolc, welches später zum Feiertag der heiligen Brigid wurde, war ursprünglich ein Reinigungsfest und lag an dem Tag, an dem die Schafe die erste Milch gaben. Es handelte sich dabei daher vor allem um einen Feiertag der Schafhirten und es wurden Wiedergeburts- und Fruchtbarkeitsriten durchgeführt. Beltaine, auch genannt Cetsamuin bzw. ''Der erste Tag des Sommers'', markierte den Beginn der warmen, hellen Jahreszeit. An diesem Tag wurden die alten Winterfeuer gelöscht und neue große Feuer entzündet. Das Vieh wurde zwischen diese Feuer getrieben, um Krankheiten zu bekämpfen und die Tiere rituell zu reinigen - ursprünglich war Beltaine möglicherweise sogar ein richtiges Schlachtfest. Die entzündeten Feuer hatten eine symbolische Verbindung zum Sonnengott und waren auch mit Fruchtbarkeitsriten verbunden. An den Beltaine-Feiertagen gab es vier verschiedene Festlichkeiten, eines davon war das sogenannte Oenach, bei dem sich Mitglieder aus den verschiedenen keltischen Clans im sportlichen Wettstreit untereinander maßen. Zu den Beltaine-Feiern gehörte außerdem das Aufstellen eines Maibaums und die Wahl einer Maikönigin. |