

 | Die Schlange |  |

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 |  Ich bin der Schatten, ich bin die Sexualität, ich bin die Schlange.

|  ''Reisen ins Innere und zu Cernunnos'' von Sunbird, Shamane
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Schlangen als Begleiter der Götter Im keltischen Glauben hatten alle Götter, die mit der Erde und Fruchtbarkeit zu tun hatten und heilerische Fähigkeiten besaßen, Schlangen als Begleiter. So trug z. B. der gehörnte Gott Cernunnos, der auch der Herr der Tiere genannt wurde, Schlangen an seinem Körper, die ihn bewachten und beschützten. Dieser alte Glaube wird unter anderem in der Sage über den irischen Volkshelden Conall Cernach erwähnt: Conall Cernach wurde genauso wie der irische König Conchobar nicht auf natürlichem Wege gezeugt, sondern weil seine Mutter eine wurmgroße Schlange zusammen mit heiligem Wasser verschluckte - aus diesem Grund stand er von Geburt an unter dem Schutz des gehörnten Gottes Cernunnos. Als Conall Cernachs Freund Fraech eines Tages von seiner Mutter erfuhr, dass seine Frau und seine Kinder zusammen mit seinem Vieh in das Gebirge entführt worden waren, zog er gegen den Rat seiner Mutter los, um sie zu befreien. Hierfür nahm er 27 Männer, seinen Jagdhund und seinen Falken mit, und auf der Reise traf er außerdem seinen Freund Conall Cernach. In den Bergen erfuhr der Trupp von einer alten Frau aus einem irischen Clan, dass sein Vieh und seine Familie ins westliche Irland verschleppt worden waren, wo sie in einer Festung gefangen gehalten wurden. Die alte Frau schickte sie zu einem Mädchen aus der irischen Provinz Ulster, welches Vieh und Familie des Nachts bewachen musste. Das Mädchen half Fraech und gab ihm den Schlüssel zu den Gefängniszellen, doch es warnte ihn auch vor der Schlange, welche die Festung bewachte. Als sich Conall und Faech der Feste näherten, sprang die Schlange sie tatsächlich an, doch da Conall ein Günstling des Gotter Cernunnos war, biss sie ihn nicht, sondern schlang sich um seinen Körper und beschützte ihn so die ganze Nacht lang. Mit Hilfe der Schlange gelang es den beiden Helden, die gefangene Familie und das Vieh zu befreien, den Schatz der Festung zu rauben und die Feste selbst niederzubrennen.  Schlangeneier galten bei den Kelten als Schoß der göttlichen Fruchtbarkeit |
Im druidischen Glauben spielte das Schlangenei als Schoß der göttlichen Fruchtbarkeit eine besondere Rolle: Denn schließlich windet sich die Schlange als Symbol der männlichen Sexualität aus dem Ei, welches die weibliche Empfängnisbereitschaft repräsentiert. Die Schlange stand aus diesem Grund auch oft für ein zwitterhaftes Mischwesen, Mann und Frau zugleich und außerdem der Urvorfahre aller Menschen, welcher noch beinlos aus dem kosmischen Ei der Schöpfung schlüpft. Manchmal werden daher keltische Göttinnen mit einem Ei zwischen ihren Schenkeln dargestellt, welches als Urspung des Universums vor jedem Leben existiert und daher zugleich den Tod symbolisiert. Aus diesem Ei schlüpft dann die Schlange, die sich in die Mutterbrust der Göttin verbeißt und sich so von ihrem Leben nährt. |