

 | Weibliche Fruchtbarkeitszauber |  |
 Eine alte weibliche Fruchtbarkeitsstatue
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 |  Die erste Kerze war Einsamkeit, die zweite teilen wir gemeinsam, die dritte ist für das Kind, für das wir uns nun vorbereiten

|  Alter Fruchtbarkeitszauber
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Weibliche Fruchtbarkeitszauber und historische Tatsachen Der keltische Glaube, dass der Beischlaf eine Wiedergeburt bzw. eine körperliche Verjüngung der Beteiligten auslösen könne, ist Kern der folgenden Erzählung: Mor Mumhan, die Königin der irischen Provinz Munster, verlor eines Tages ihren Verstand. Heruntergekommen, alt und häßlich fand sie Arbeit bei Fingin, einem König im östlichen Munster. Um seiner Frau zu beweisen, wer der Herr im Haus war, schlief Fingin mit Mor Mumhan, und ihre Schönheit kehrte in dieser Nacht zurück. Beide heirateten und hatten einen gemeinsamen Sohn. Nach dem Tod von Fingin heiratete Mor Mumhan Cathal mac Finguine und machte ihn zum König über Munster. In der Saga um Derdriu wurden dem Beischlaf dagegen negative Eigenschaften zugeordnet, denn jeder Mann starb, der sich mit dieser Frau einließ. In vielen keltischen Erzählungen starben die Männer außerdem bereits beim Anblick einer unbekleideten Frau, die ihre Kleider oder sich selbst im Fluss wusch.  Eine alte weibliche Fruchtbarkeitsstatue |
Generell entsprechen die Sagen um Medb und andere sehr selbständige Frauen durchaus den historischen Tatsachen in keltischen Tagen. So war das irische Scheidungsrecht zu dieser Zeit z.B. ausgesprochen liberal, was die Möglichkeiten der Ehefrauen betraf: Eine Frau konnte die Ehe von sich aus und ohne Einwilligung ihres Gatten beenden, wenn ihr Mann sie vernachlässigte oder im Bett nicht glücklich machte, egal ob dies aus Desinteresse, Inpotenz oder Unfruchtbarkeit geschah. Auch ungewöhnliche Vorlieben des Ehegattens beim Beischlaf waren ein Scheidungsgrund. In dieser Hinsicht waren die irischen Frauen zu dieser Zeit also gleichberechtigter und freier, als dies in vielen Staaten heute der Fall ist. Im Zuge der Christianisierung gelang es der katholischen Kirche nur dadurch, diese liberalen Gesetze zu ändern, in dem sie im 16. Jahrhundert die militärische Macht von Großbritannien einsetzten. Erst dann kam es langsam zu einem Wandel des Frauenbildes in der irischen Gesellschaft und viele keltischen Sagen wurden umgedeutet: Auß weiblichen Kämpferinnen, Heldinnen und Druidinnen wurden so Hexen und dunkle Magierinnen. So war z.B. die Kriegsgöttin Medb in den alten irischen Sagas durchaus eine geachtete und ehrenvolle Frauengestalt. In der walisischen Saga ''Peredur'', die nach der Christianiserung entstand, sind die Kriegerinnen von Gloucestershire dagegen bereits böse Hexen, die den Helden Peredur zum Kampf verführen und schließlich von ihm getötet werden. |