

 | Das Horn |  |

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 |  Als Oberster in der Rangordnung saß er auf weichen Polstern und reichte das Trinkhorn in seinem Palast herum.

|  ''Y Gododdin'' von Aneirin (geb. 541 n. Chr.), keltischer Barde
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Trinkhörner und Hörner in der Schlacht Aus einem Horn zu trinken war für die Kelten ein Symbol für Erneuerung und Wiederbelebung der eigenen Vitalität. Seit der sogenannten Hallstattperiode, die nach der berühmten Keltenstadt in der Nähe von Salzburg (Österreich) benannt wurde und ca. 800 v. Chr. datiert wird, bis hinein ins Mittelalter, waren Trinkhörner ein Statussymbol für ihren Besitzer und alle, die daraus tranken. Wie jede Nahrungsaufnahme konnte auch das Trinken aus einem Horn zeremoniellen Zwecken dienen und bestimmten Regeln unterliegen. Aus diesem Grund wurden Trinkhörner auch oft in der Runde herumgereicht, und die Reihenfolge, in der aus dem Horn getrunken wurde, spiegelte den Status der anwesenden Gäste wider. Wie bereits erwähnt waren Hörner aber auch wichtige Symbole im Krieg und für militärische Taten. Dies hat auch damit zu tun, dass die Kelten Hörner einsetzten, um die Bewohner des Dorfes vor einem drohenden Angriff zu warnen oder Signale während der Schlacht zu geben. Da Hörner in der keltischen Sagenwelt mit Kriegen und Schlachten verbunden sind, tauchen sie auch als Ziel von oder Preis für gewaltige Heldentaten auf, wie z.B. in der Sage um die Heirat von Culhwch und Olwen: Culhwch war verflucht und konnte nur erlöst werden, wenn er Olwen, die Tochter des Riesen Ysbaddaden heiratete. Diese Aufgabe war schwierig, da Ysbaddaden sterben würde, sobald seine Tochter heiratete. Daher stellte er allen potentiellen Kandidaten unmögliche Aufgaben, um eine Heirat Olwens zu verhindern. Culhwch konnte aber auf die Unterstützung von König Arthus zählen, und so war es ihm möglich, alle vierzig verlangten Taten zu erfüllen, eingeschlossen die Eroberung des Trinkhorns von Gwlgawd Gododdin. Keltische Helden und Krieger trugen Hörner und vor allem gehörnte Helme in der Schlacht, und dies könnte ein Ursprung für die mittelalterliche Darstellung des Teufels sein, der ähnlich wie ein Krieger mit gehörntem Helm die Macht der Zerstörung in sich trägt. Das Horn als Symbol für Ehre und Ruhm spielt heute noch im walisischen Fest von Esteddfod eine Rolle, welches das größte Literatur- und Kunstfestival in Europa ist. Es wird jedes Jahr in der ersten Augustwoche abgehalten und kann bis in das Jahr 1176 zurückverfolgt werden, wo es zum ersten Mal in Aberteifi abgehalten wurde. Der traditionsreichste und berühmteste Teil dieses Festivals besteht in der Wahl des besten Barden. Während dieser Wahl wird seit viktorianischen Zeiten ein Trinkhorn als Willkommensgruß an den höchsten walisischen Druiden überreicht.  Signalhörner dienten der Verständigung während Schlachten
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